Rechnungen an Kunden korrekt auszustellen, kann anfangs verwirrend sein. Sobald du einmal verstanden hast, worauf du achten musst, ist es im Grunde jedoch gar nicht mehr kompliziert. Sorted erklärt die, was auf deiner Rechnung stehen muss.

Die Grundstruktur einer Rechnung beinhaltet folgende Punkte:

  • deinen vollständigen Namen und deine Adresse
  • den vollständigen Namen und die Adresse deines Kunden
  • deine Steuernummer (die Steuernummer ist eine Nummer, die Unternehmen/ Selbständige vom zuständigen Finanzamt erhalten; sie ist nicht zu verwechseln mit der persönlichen Steueridentifikationsnummer)
  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (deine Umsatzsteuer-ID dient zur eindeutigen Identifizierung jedes Unternehmens in der Europäischen Union (EU); du brauchst sie, wenn du von Kunden innerhalb der EU einkaufst oder an Kunden innerhalb der EU verkaufst)
  • das Rechnungsdatum
  • eine fortlaufende (!) Rechnungsnummer
  • die Menge und Art der von dir erbrachten Dienstleistungen oder gelieferten Waren
  • das Datum/der Zeitraum, in dem die Dienstleistung erbracht wurde oder das Lieferdatum für Waren
  • der Endbetrag, aufgeschlüsselt nach Steuersätzen und vereinbarten Rabatten
  • der Steuersatz und der Steuerbetrag
  • im Falle einer Steuerbefreiung einen Hinweis auf den Grund der Befreiung

Denk daran, dass du verpflichtet bist, innerhalb von sechs Monaten nach Erbringung der Lieferung oder Leistung eine Rechnung auszustellen.

Was sind die so genannten Kleinbetragsrechnungen?

Wenn der Rechnungsbetrag kleiner als 250 Euro brutto ist, dürfen die folgenden Angaben der Einfachheit halber weggelassen werden:

  • Name und Adresse deines Kunden
  • deine Steuernummer und Umsatzsteuer-ID
  • eine fortlaufende Rechnungsnummer
  • die Leistungsfrist oder den Liefertermin
  • den Nettorechnungsbetrag und die Höhe der gesetzlichen Umsatzsteuer

Achtung: Diese Vereinfachungen gelten nicht für grenzüberschreitende Dienstleistungen und Lieferungen!

Wurde die Rechnung von deinem Kunden ausgestellt?

Was ist, wenn die Rechnung von deinem Kunden ausgestellt wurde?

In Fällen, in denen die Rechnung von deinem Kunden ausgestellt wurde, muss es „Gutschrift" statt „Rechnung" und „Datum der Gutschrift" statt „Rechnungsdatum" heißen.

Rechnungen als Kleinunternehmer ausstellen

Als Kleinunternehmer darfst du bei der Rechnungsstellung keine Umsatzsteuer berechnen, aber du bist verpflichtet, den Grund für die fehlenden Angaben zur Umsatzsteuer anzugeben, wie zum Beispiel „Nach § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet". / „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet".

Weitere Informationen über die Kleinunternehmerregelung findest du in unserem Steuerleitfaden für Kleinunternehmer.

Rechnungen an Kunden außerhalb Deutschlands stellen

Alles zum Thema Rechnungen an Kunden innerhalb und außerhalb Deutschlands und deren verschiedene Anforderungen findest du in unserer Sammlung von Steuerleitfäden zur Rechnungsstellung.

Die Steuerleitfäden von Sorted geben Selbstständigen nur erste Hinweise in Steuerfragen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar und ersetzen keinen Steuerberater. Wende dich bitte an einen Steuerberater, um eine genaue Auskunft zu deinem speziellen Fall zu erhalten. Du kannst jederzeit einen Steuerberater über die Sorted-Plattform anfragen.

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