In den meisten Fällen sind deine Ausgaben im selben Steuerjahr voll abzugsfähig. Wenn du teure Ausrüstung oder Software kaufst, kannst du nicht den gesamten Betrag sofort absetzen.

Man geht davon aus, dass die Ausrüstung ihren Wert im Laufe der Zeit aufgrund von Abnutzung und Verschleiß verringert. Die ständige Wertminderung des Produkts wird als Abschreibung bezeichnet.

Wie hoch ist der Schwellenwert für die Anwendung der Abschreibung?

Jede Ausrüstung, die mehr als 800 Euro ohne Umsatzsteuer kostet, muss im Laufe der Zeit abgeschrieben werden. Wenn du Kleinunternehmer bist, gilt die Grenze von 952€ Euro für den Gesamtbetrag inklusive Mehrwertsteuer.

Beachte außerdem, dass du die gezahlte Vorsteuer sofort abziehen kannst und sie nicht im Laufe der Zeit abschreiben musst.

Ausgaben richtig abschreiben

Jede Ausrüstung, die du besitzt, hat eine Nutzungsdauer, also eine voraussichtliche Anzahl von Jahren, in denen die Ausrüstung nutzungsfähig ist.

Ein Beispiel: Wenn du einen Laptop für 900 Euro gekauft hast und seine Nutzungsdauer drei Jahre beträgt (siehe unten), kannst du jedes Jahr Ausgaben im Wert von 300 Euro abziehen.

Lebensdauer von Produkten

Die offiziellen Angaben der Nutzungsdauer für verschiedene Produkte werden nach sogenannten AfA-Tabellen geschätzt.

Nutzungsdauer für die allgemeine Ausrüstung bei Selbständigkeit:

  • Laptop: 3 Jahre
  • Kamera: 7 Jahre
  • Telefon: 5 Jahre
  • Büromöbel: 13 Jahre
  • Software-Lizenz: 3 Jahre

Was ist mit Software?

Kauf von Software mit einer einmaligen Lizenzgebühr

Software, die mit einer einmaligen Lizenzgebühr gekauft wurde, wie zum Beispiel Microsoft Office, wird ähnlich wie Arbeitsmittel behandelt. Bei teurer Software im Wert von über 800 Euro wird davon ausgegangen, dass ihr Wert über einen Zeitraum von drei Jahren abnimmt.

Kauf von Software mit einem monatlichen Abonnement

Software, für die du monatlich Lizenzgebühren bezahlst, ist sofort steuerlich absetzbar, auch wenn die Gesamtkosten 800 Euro pro Jahr übersteigen. Beispiele hierfür sind: Dropbox, Zoom, Mailchimp, Shopify und Sorted.

Die Steuerleitfäden von Sorted geben Selbstständigen nur erste Hinweise in Steuerfragen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar und ersetzen keinen Steuerberater. Wende dich bitte an einen Steuerberater, um eine genaue Auskunft zu deinem speziellen Fall zu erhalten. Du kannst jederzeit einen Steuerberater über die Sorted-Plattform anfragen.

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